Contemporary Classic Chamber music

Katharina Polivaeva

Piano

"Das duoUNRUH (Dina Bolshakova, Violoncello und Katharina Polivaeva, Klavier) war nun zum zweitenmal bei der Saarbrücker Sommermusik zu Gast. Das Ergebnis war ein spannender Konzertabend, der das Publikum von Anfang an fesselte. Das Programm präsentierte die verschiedensten Facetten musikalischer Empfindungen. Von Hindemiths Variationen über „A Frog He Went A Courting“, die sie gleichermaßen mit Witz und dem Sinn für die ausgefallenen Konstellationen Hindemithscher Satz-Technik interpretierten bis zu der Kontemplation in Arvo Pärts „Spiegel im Spiegel“ spannte sich ein großer Bogen. Besonders das Herzstück des Abends, Schostakowitschs große Cello-Sonate, deren langen Atem die Beiden mit technischer Perfektion und einer interpretatorischer Gestaltungskraft realisierten, die man von so einem jungen Ensemble nicht unbedingt erwarten kann, wird in Erinnerung bleiben."

Thomas Altpeter, künstlerischer Leiter des Festivals "Saarbrücker Sommermusik" (das Konzert am 4.08.2017)

 

 

"Schwarzer Schnee - Nature Morte "

Stehende Ovationen für zwei Ausnahmekünstlerinnen mit ihrem WGT Debüt 2017 (4.06.2017)

 

Das "duoUNRUH" hatte sein WGT Debüt zu Pfingsten in Leipzig in der Alten Handelsbörse vor dem Publikum der WGT Musik Kammer mit vier Werken für die Besetzung Violoncello und Klavier sehr passend im Rahmen der besonderen Kammermusikreihe gewählt. Die kontrastierenden Kompositionen des farbenreichen Abends sind mit feinem dramaturgischen Gespür und klanglicher Raffinesse präsentiert worden. Arvo Pärt's "Fratres" und "Spiegel im Spiegel" umrahmen das etwa 1stündige Programm, das mit der Sonate von Dmitry Schostakowitsch und einer Komposition des Berliner Komponisten Martin Torp einen großen stilistischen Spannungsbogen ermöglichte.

Die beiden Künstlerinnen haben das Publikum mit ihrer Musik, ihrer starken Bühnenpräsenz, dem sensiblen Zusammenspiel und technisch makellosen Spiel begeistert und zu stehenden Ovationen hingerissen. Bravo!

Die WGT Musik Kammer freut sich auf weitere Konzerte des internationalen Ensembles im Festival der Schwarzen romantischen Gestalten.

Lukas Dreyer, Cellist und Künstlerischer Leiter WGT Musik Kammer

 

 

"So etwas wie das Konzert des Duos UNRUH im ausverkauften Spiegelsaal bekommt man auch in der Hauptstadt nicht oft geboten. Das klug und nicht ohne Mut zum Risiko zusammengestellte Programm bestand ausschließlich aus Werken, die zwischen 1914 und dem Jahr 2000 komponiert worden waren. Es gelang den beiden jungen Musikerinnen hier das Kunststück, mit einem reinen Moderne-Programm das große Publikum nicht nur zu überzeugen, sondern regelrecht in Begeisterung zu versetzen. Dabei musizierten sie präzise, transparent, unprätentiös und kamen also gänzlich ohne äußerlich auftrumpfende Überwältigungseffekte aus. Als Ruhepole des Programms fungierten Arvo Pärts berühmte Stücke „Fratres“ und „Spiegel im Spiegel“, die beide sehr schön innig und schlicht gespielt wurden. Gleiches gilt für Ravels „Deux mélodies hébraiques“, das in einer wirkungsvollen Transkription des Duos erklang. Ein erster Höhepunkt des Konzerts war die Sonate für Cello und Klavier des 1957 geborenen Komponisten Martin Torp. Dieses „lichtdurchflutete“ und kurzweilige Werk bestach durch Klangschönheit und organischen Fluss – ein gutes Beispiel dafür, dass auch heute noch Musik geschrieben wird, die ein breites Publikum spontan erfreuen kann (ohne dabei in Oberflächlichkeit oder Stilkopieren zu verfallen). Den Schluss des Programms bildete Dmitri Schostakowitschs Sonate op. 40. Dieses in vieler Hinsicht schwere Stück erfordert von den Interpreten enorme Gestaltungskraft und großes virtuoses Geschick. Die Cellistin Dina Bolshakova und Katharina Polivaeva am Flügel bewiesen hier, dass sie beides haben. Ohne Anzeichen von Anstrengung oder Ermüdung bewältigten sie alle Klippen des 1934 komponierten Meisterwerks souverän und musikalisch überzeugend."

Michael Sommer, Musikrezensent (Konzertrezension, Spiegelsaal von Clärchens Ballhaus, 23.4.2017)

 

 

»Wir sind beeindruckt von der emotionalen Leidenschaft und der technischen Virtuosität, mit der das duoUNRUH Werke verschiedenster Zeit-Epochen aufführt. Es ist immer wieder ein Erlebnis, die beiden Musikerinnen bei ihren Auftritten zu hören und zu sehen. Ihre Musik geht unter die Haut!»

Klaus Karwat, Veranstalter und Galerist. Galerie Gondwana, Konzertrezension, 2017.

 

 

"Am 17. März 2017 überraschte mich das duoUNRUH mit einer mustergültigen Darbietung meiner 2000 komponierten Sonate für Cello und Klavier in der Berliner Akademie Parterre – nur einen Monat nach Erhalt der anspruchsvollen Partitur. Die beiden Musikerinnen Dina Bolshakova und Katharina Polivaeva hatten in dieser kurzen Zeit selbstständig und nur anhand des Notentextes – also auch ohne weitere Hinweise oder Korrekturen meinerseits – ein absolut vorbildliches Interpretationsniveau erreicht. Eine solche Meisterleistung ist sonst selbst bei professionellen Musikern nur selten anzutreffen."

Martin Torp, Komponist

 

 

»Kaleidoskop für Cello und Klavier« nennen die beiden Musikerinnen Dina Bolshakova und Katharina Polivaeva ihr Programm. Es war wirklich ein faszinierendes Klangkaleidoskop, das bei ihrem Konzert am 14. September bei der »Salonmusik« im Café »eßkultur« im Körnerpark zu hören war. Souverän und ausdrucksstark interpretierten sie zeitgenössische Musik von Schnittke, Webern, Arvo Pärt und anderen modernen Komponisten. Von ganz sanften Pizzicati auf dem Cello bis zu wuchtigen Klavierakkorden erstreckte sich das Klangspektrum der beiden großartigen Musikerinnen.»

Paul Schwingenschlögl, Trompeter, Komponist, Künstlerischer Leiter von Sommermusik im Körnerpark. ( 2014).

 

 

Rezension bei "das Orchester" 1/2013 Ausschnitte zu" Conventus"

"(..)verschiedene Akzelerationen und überhaupt dynamische und Schwierigkeitsgrad-Steigerungen – bis zu den überzeugenderen Solowerken Conventus (für Klavier, komponiert 2009, herausgegeben 2012) und Strawinskana (herausgegeben 2012). Sowohl die Violinistin Nowicka als auch die eingeladenen Pianisten Pola Lazar, Milena Antoniewicz, Jennifer Hymer, Katharina Polivaeva und Michael Krężlewski warten mit konzentrierten und hörbar ausgereiften Interpretationen auf. Groß ist jedoch die Spanne im kompositorischen Anspruch gerade in den Begleitparts. So haben wir es bei Conventus mit einem stringent ausgeführten Instrumentenporträt zu tun, das die verschiedenen Klangregister des Flügels ausreizt und stimmungsvoll kontrastiert."

Martin Morgenstern, Musikjournalist (CD Rezension, Das Orchester, 1/2013)

 

 

"Conventus for piano solo is played beautifully by pianist Katharina Polivaeva. One can imagine the similarity to creating a very beautiful sculpture. The listener could and should imagine flying through the air, as a musical space is created by carving out a low, middle, and high register on a piano. This imagery is achieved through techniques such as clusters and faint minimalistic characteristics. Natural and spatial elements are further emphasized by sustaining tones through the pedals. This emotional, expressive, powerful work is full of imagination."

Gary Fitelberg, Musikjournalist (CD-Review, Polish Music Center, University of Southern California , 2012)